„Noreferrer“, „noopener“ und andere No-Tags, die Google versteht

Viele SEOs kennen fragen sich, was die Attribute rel=“noreferrer“ und rel=“noopener“ bedeuten, wenn sie zum ersten Mal mit diesen in Kontakt kommen. Im Gegensatz zu den Link-Attributen Nofollow, Sponsored und UGC sind diese beiden Attribute aber für die Suchergebnisse irrelevant. Deshalb ist zu erwarten, dass viele SEOs sie nicht kennen. Denn Google versteht diese Attribute nicht, sie geben lediglich dem Browser bestimmte Anweisungen bezüglich dem Öffnen des Links. Das Attribut Noreferrer kann allerdings Auswirkungen auf die Auswertung bei Google Analytics haben.

Das Attribut rel=“noreferrer“

Wird das Attribut Noreferrer in einem Link verwendet, zeigt es dem Browser an, keine Daten der verlinkenden Seite zu übermitteln. Das Ziel ist, den HTTP referrer Header nicht zu übermitteln. PageRank und Keywords werden also nicht beeinflusst. Die Referrer-Information wird aber von Analyse-Tools wie Google-Analytics gelesen. Wird der HTTP referrer Header nicht übermittelt, erkennen diese keine verlinkende Seite, aus Auswirkungen auf die Google Analytics Auswertungen hat. Der Traffic wird dann als Direct Traffic verbucht und du siehst nicht, von welchen Webseiten deine Sitzungen kamen.

Erkennst du auf deiner Webseite einkommende Links mit Norefferer-Attribut, kannst du die verlinkende Seite also höflich bitten, dieses Attribut zu entfernen. Auch wenn du selbst auf externe Seiten verlinkst, wäre es diesen gegenüber höflich, die Referrer-Informationen zu senden. Vielleicht stoßen die verlinkten Seiten ja in ihrer Datenanalyse auf dich und interessieren sich für deine eigene Webseite.

Das Attribut rel=“noopener“

Ziel des Noopener-Link-Attributs ist es, eine Sicherheitslücke zu verhindern, die für einen kurzen Moment entsteht, wenn der User auf den Link klickt. Diese Sicherheitslücke gibt es, weil die Seite, die im neuen Tab geöffnet wird, kurzfristig Kontrolle über die Quellseite erhält. Somit kann der Betreiber der Zielseite theoretisch auf die Javascript-Dateien der verlinkenden Seite zuzugreifen und diese manipulieren. Das Attribut Noopener verwährt der Zielseite den Zugriff zur Quellseite, somit ist die Seite abgesichert. Dieses Attribut ist also für externe Links absolut zu empfehlen, wie SEO-Südwest erklärt.

Weitere „No“- Meta-Tags, die Google versteht

Zum Abschluss dieser kleinen Serie über die „No“-Tags und -Attribute möchte ich euch eine kleine Übersicht über weitere „No“-Meta-Tags vorstellen, die Google lesen kann. Im Voraus ist aber zu bemerken, dass diese Meta-Tags für SEO-Optimierungen keinen Sinn machen, im Gegenteil sogar eher schädlich sind. Falls man für einen Sonderfall aber doch mal eins dieser Meta-Tags braucht, ist es sicherlich hilfreich, schon einmal mit Ihnen Bekanntschaft gemacht zu haben. Also, welche weiteren Meta-Tags, die mit „No“ beginnen, kann Google lesen? Die wichtigsten habe ich hier für euch zusammengefasst. Außderm findet ihr auf Google Support eine komplette Liste aller Meta Tags, die die Suchmaschine lesen kann.

Noarchive

Das Meta-Tag Noarchive (<meta name=“robots“ content=“noarchive“>) kann für Caché-Optimierungen genutzt werden. In diesem Fall wird in den Suchergebnissen für eine Seite kein im Caché gespeicherter Link angezeig

Noimageindex

Willst du auf Google Images nicht als Quelle für bestimmte Bilder angezeigt werden, solltest du mit dem Meta-Tag Noimageindex arbeiten (<meta name=“robots“ content=“noimageindex“>). Dann erscheint deine Webseite in der Google Bildersuche nicht als verweisende Seite.

Notranslate

Wenn deine Webseite als Ergebnis für eine Suchanfrage in einer anderen Sprache erscheint, bietet Google im Normalfall in den Suchergebnissen einen Link zur Übersetzung an. Falls du nicht willst, dass deine Seite übersetzt wird, kannst du das Meta-Tag Notranslate (<meta name=“robots“ content=“notranslate“>) benutzen.

Nositelinksearchbox

Willst du verhindern, dass das rechte Google-Sitelinks-Suchfeld zur deiner Webseite angezeigt wird, kannst du das Meta-Tag Nositelinkssearchbox (<meta name=“robots“ content=“nositelinksearchbox“>) verwenden. Allerdings verhinderst du damit auch, dass deine Kunden dich besser und einfacher finden.

Nosnippet

Das Meta-Tag NoSnippet (<meta name=“robots“ content=“nosnippet“>) blockiert das Google-Snippet. Somit wird in den Suchergebnissen kein Text-Snippet und auch keine Videovorschau angezeigt.

Weitere Meta-Tags mit „No“ in der Robots.txt-Datei

Darüber hinaus, gibt es weitere Meta-Tags, die mit „No“ beginnen und der Robots.txt-Datei hinzugefügt werden können. Eins davon ist das Meta-Tag Noopd, das auf das Open Directory Project (ODP) Bezug nimmt. Wenn Webseiten einen Eintrag im ODP haben, können Suchmaschinen den Titel und die Beschreibungen des ODP anzeigen statt denen der Webseite selbst. Das Meta-Tag <meta name=’robots‘ content=’noodp‘ > verhindert dies. Dr. SEO erklärt euch hier mehr zum Noopd-Tag.

Früher gab es auch das Meta-Tag Noydir, das nur von Yahoo gelesen werden konnte und verwendet wurde, um die Anzeige alter Titel und Beschreibungen aus dem Yahoo Directory, das inzwischen geschlossen wurde, zu verhindern. Mehr Informationen über das Noydir-Tag findet ihr bei Advidera.

Ich hoffe, meine Sammlung der Link-Attribute und Meta-Tags, die mit No beginnen, war interessant für euch! Für die nächsten Einträge habe ich schon eine Serie von Tipps zu technischem SEO für Developer und Coder fertiggestellt. Außerdem arbeite ich an einer kleinen Forschungsarbeit zum Suchverhalten. Ich hoffe also, wir lesen uns bald wieder!

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